Weihnachtsgeschenke basteln mit Kindern: 7 Ideen für Oma und Opa
Benötigte Materialien:
Die sieben Geschenke unten brauchen sehr unterschiedliche Materialien – die genaue Liste steht jeweils bei der Anleitung, mit ungefähren Kosten. Das hier ist die Grundausstattung, mit der mindestens fünf der sieben Ideen sofort losgehen.
Das steht meist schon da:
- Fingerfarbe oder Acrylfarbe in mehreren Farben, Pinsel in zwei Stärken
- Fotokarton oder Tonpapier A4 und A3 in verschiedenen Farben
- Bastelkleber, Klebestift, kindersichere Schere, Bleistift, Lineal
- Geschenkband, Juteschnur oder Wolle, etwa 3 Meter
- Alte Zeitung als Unterlage und ein Lappen – bei fast allen sieben Ideen sinnvoll
Das muss dazugekauft werden – je nachdem, was ihr auswählt:
- Porzellanmalstifte, 3er-Set, etwa 8 bis 12 Euro. Wichtig: Es müssen einbrennbare Stifte sein, sonst hält das Motiv die Spülmaschine nicht aus.
- Eine weiße Tasse ohne Dekor, etwa 3 bis 5 Euro
- Bastelfilz, 2 Bögen A4, etwa 2 Euro
- Ein Tontopf in Größe 10 oder 12 Zentimeter, etwa 1 bis 2 Euro, plus Blumenzwiebeln oder Saatgut
- Kokosfett oder Rindertalg (300 g), Körnermischung für Wildvögel (500 g), Tannenzapfen – zusammen etwa 5 Euro
- Eine kleine Leinwand 20 x 20 Zentimeter, etwa 3 Euro, oder ein Bilderrahmen aus dem Bestand
- 200 g Mehl, 100 g Salz, 125 ml Wasser, 1 EL Öl für Salzteig
Ehrliche Einordnung: Wer alle sieben Ideen baut, landet bei etwa 30 Euro Material für mehrere Geschenke. Wer drei auswählt, kommt mit 10 bis 12 Euro aus. Die Vogelfutter-Zapfen und der Handabdruck sind die günstigsten, die bemalte Tasse ist die teuerste – aber auch die, die am längsten benutzt wird.
Anleitung:

Selbstgebastelte Geschenke haben bei Großeltern eine Trefferquote, die kein gekauftes Präsent erreicht. Der Grund ist einfach: Der Handabdruck eines Vierjährigen ist nicht nachkaufbar. Hier sind sieben Ideen, die Kinder wirklich selbst machen können, sortiert nach Aufwand – mit Materialkosten, Trockenzeiten und der ehrlichen Angabe, wie viel Erwachsenenhilfe nötig ist.
Der Zeitplan: Was muss wann anfangen?
Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Idee, sondern der zu späte Start. Drei der sieben Geschenke brauchen mehrere Tage.
- Bis 1. Dezember: Blumenzwiebeln in den bemalten Topf setzen. Hyazinthen und Narzissen brauchen vier bis sechs Wochen, bis sie zu Weihnachten blühen. Später gesetzt kommen sie erst im Januar – dann lieber Saatgut statt Zwiebeln.
- Erstes Dezemberwochenende: Salzteig-Anhänger und bemalte Tasse. Der Teig braucht 2 bis 3 Stunden im Ofen plus eine Nacht Trocknen, die Tasse 90 Minuten Einbrennen plus Abkühlen.
- Zweites Dezemberwochenende: Handabdruck-Leinwand und Filz-Lesezeichen. Acrylfarbe braucht 24 Stunden, bis sie ganz durchgetrocknet ist.
- Letzte Woche vor Heiligabend: Vogelfutter-Zapfen und Gutscheinheft. Beide sind an einem Nachmittag fertig.
- 23. Dezember: Einpacken. Nicht am 24. – der Tag ist voll genug.
1. Vogelfutter-Zapfen (ab 3 Jahren, etwa 1 Euro pro Stück)
Material: große Tannenzapfen, 300 g Kokosfett oder Rindertalg, 500 g Körnermischung für Wildvögel, Juteschnur, Löffel, Schüssel. Dauer: 30 Minuten plus 2 Stunden Kühlen. Hilfe nötig: beim Fett schmelzen.
- Tannenzapfen sammeln – trockene, weit geöffnete sind am besten. Falls feucht: über Nacht auf der Heizung trocknen.
- Juteschnur um den obersten Zapfenkranz binden und verknoten. Das jetzt machen, nicht nachher – am fettigen Zapfen hält kein Knoten.
- Ein Erwachsener schmilzt das Kokosfett bei niedriger Hitze im Topf. Es muss nur flüssig werden, nicht heiß.
- Vom Herd nehmen, zwei bis drei Minuten abkühlen lassen, dann die Körner unterrühren, bis eine dicke Masse entsteht – etwa gleiche Teile Fett und Körner.
- Jetzt das Kind: Mit dem Löffel die Masse in die Zapfenzwischenräume drücken. Von unten nach oben arbeiten, dann fällt weniger heraus.
- Zwei Stunden in den Kühlschrank oder auf den kalten Balkon stellen, bis die Masse fest ist.
- Mit einer Schleife und einem kleinen Anhänger verpacken.
Warum das ein gutes Geschenk ist: Großeltern hängen es ans Fenster und sehen den ganzen Winter Vögel – das Geschenk wirkt also wochenlang weiter. Dazu passt ein selbst gemalter Zettel mit den Vögeln, die kommen könnten: Meise, Spatz, Rotkehlchen, Buchfink.
Wichtig für die Vögel: Kein Salz, kein Brot, keine gewürzten Reste. Nur Kokosfett oder Rindertalg und handelsübliches Wildvogelfutter. Salziges Fett schadet Vögeln.
2. Der Handabdruck auf Leinwand (ab 3 Jahren, etwa 4 Euro)
Material: kleine Leinwand 20 x 20 cm, Acrylfarbe in 2 Farben, Pinsel, feiner Pinsel oder Permanentmarker, Zeitung, Lappen. Dauer: 20 Minuten plus 24 Stunden Trocknen. Hilfe nötig: ja, durchgehend.
- Tisch mit Zeitung abdecken, Lappen und Schüssel mit warmem Wasser bereitstellen. Diesen Schritt nicht überspringen.
- Die Leinwand mit einer hellen Grundfarbe bestreichen, falls gewünscht. 30 Minuten trocknen lassen.
- Acrylfarbe mit dem Pinsel gleichmäßig auf die Handfläche des Kindes auftragen – nicht die Hand in die Farbe tauchen, das gibt Klumpen und ungleichmäßige Abdrücke.
- Die Hand senkrecht auf die Leinwand setzen, kurz andrücken, gerade wieder abheben. Nicht verschieben.
- Hand sofort waschen.
- Nach dem Trocknen Name und Jahreszahl mit feinem Pinsel oder Permanentmarker daneben schreiben. Die Jahreszahl ist der Punkt – sie macht aus dem Bild in zehn Jahren ein Dokument.
- 24 Stunden trocknen lassen, bevor es eingepackt wird.
Variante für Geschwister: Zwei oder drei Hände unterschiedlicher Größe nebeneinander, jede in einer anderen Farbe, alle mit Namen und Jahr. Das ist bei Großeltern das Geschenk, das am Ende im Wohnzimmer hängt.
Aus dem Abdruck ein Motiv machen: Ein Handabdruck mit den Fingern nach unten wird mit ein paar Pinselstrichen ein Rentier, nach oben ein Tannenbaum, mit grüner Farbe und roten Punkten ein Weihnachtskranz. Mehr als drei zusätzliche Striche braucht es nicht.
3. Das Filz-Lesezeichen (ab 4 Jahren, etwa 1 Euro)
Material: Bastelfilz in 2 Farben, Schere, Bastelkleber, Locher, Wolle, Goldstift. Dauer: 25 Minuten. Hilfe nötig: beim Zuschneiden des Streifens.
- Ein Erwachsener schneidet aus Filz einen Streifen, 5 x 18 Zentimeter.
- Das Kind schneidet aus der zweiten Filzfarbe kleine Formen – Sterne, Herzen, Punkte, Tannenbäume. Filz ist hier das richtige Material: Die Schnittkanten fransen nicht, also sieht auch eine krumme Schere gut aus.
- Formen auf den Streifen kleben und 20 Minuten antrocknen lassen.
- Mit dem Locher oben ein Loch stanzen, einen Wollfaden durchziehen und verknoten.
- Mit dem Goldstift auf die Rückseite schreiben: "Für Oma, von Mia, 2026".
Warum das funktioniert: Großeltern, die lesen, benutzen ein Lesezeichen täglich. Es ist das Geschenk mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu tatsächlicher Nutzung – 25 Minuten Arbeit, jahrelanger Gebrauch.
4. Die bemalte Tasse (ab 5 Jahren, etwa 12 bis 15 Euro für das erste Set)
Material: weiße Tasse ohne Dekor, einbrennbare Porzellanmalstifte, Spiritus oder Alkohol zum Entfetten, Küchenpapier, Backofen. Dauer: 30 Minuten Malen, 90 Minuten Einbrennen. Hilfe nötig: beim Backofen.
- Die Tasse mit Spiritus oder hochprozentigem Alkohol abwischen und trocknen. Dieser Schritt entscheidet, ob die Farbe hält – Fingerfett unter der Farbe löst sie beim ersten Spülgang ab.
- Die Tasse ab jetzt nur noch am Henkel oder innen anfassen.
- Das Kind malt. Motive, die immer gut aussehen: Punkte, Herzen, ein Name in großen Buchstaben, Strichmännchen der Familie. Große einfache Formen wirken besser als feine Zeichnungen.
- Vier Stunden an der Luft trocknen lassen – nicht abkürzen, sonst verlaufen die Linien im Ofen.
- Die Tasse in den kalten Ofen stellen, dann auf 160 Grad aufheizen und 90 Minuten einbrennen. Danach im geschlossenen Ofen abkühlen lassen. Temperaturschock lässt Porzellan springen.
- Die genaue Temperatur und Zeit steht auf der Stiftpackung und gilt vor dieser Anleitung – Hersteller unterscheiden sich.
Wichtig: Nicht über den Trinkrand malen, auch wenn die Stifte als lebensmittelecht gekennzeichnet sind. Zwei Zentimeter Abstand vom Rand sind die Regel, die alle Hersteller angeben.
Rechnet man richtig: Das Stifteset kostet beim ersten Mal am meisten und reicht dann für zehn bis fünfzehn Tassen. Wer zwei Großelternpaare und eine Patentante beschenkt, ist bei etwa 5 Euro pro Tasse.
5. Der bemalte Blumentopf mit Zwiebel (ab 4 Jahren, etwa 3 Euro)
Material: Tontopf 10 bis 12 cm, Acrylfarbe, Pinsel, 1 Hyazinthen- oder Narzissenzwiebel, Blumenerde, kleine Steine. Dauer: 30 Minuten plus 4 bis 6 Wochen Wachstum. Hilfe nötig: beim Einpflanzen.
- Den Tontopf außen trocken abwischen und mit Acrylfarbe bemalen. Tonerde saugt stark – zwei Schichten sehen deutlich besser aus als eine.
- Vier Stunden trocknen lassen, dann die zweite Schicht, dann über Nacht trocknen.
- Ein paar Steine in den Topf als Drainage, darauf Blumenerde bis etwa drei Zentimeter unter den Rand.
- Die Zwiebel mit der Spitze nach oben einsetzen, sodass die obere Hälfte noch herausschaut. Zu tief gesetzt fault sie.
- Angießen, dann an einen kühlen, dunklen Ort stellen – Keller oder unbeheizte Garage, etwa 8 bis 10 Grad. Nach drei bis vier Wochen ins warme Zimmer ans Fenster.
- Mäßig gießen, die Erde darf leicht feucht sein, nicht nass.
Timing ist hier alles: Ab Anfang Dezember gesetzt blüht die Hyazinthe meist um den 10. Januar – zu spät für Weihnachten, aber als Geschenk trotzdem schön, weil sich die Freude über Wochen aufbaut. Wer pünktlich zu Heiligabend eine Blüte will, muss Anfang November anfangen oder eine vorgetriebene Zwiebel aus dem Gartencenter nehmen.
Hinweis: Hyazinthenzwiebeln reizen bei manchen Menschen die Haut. Nach dem Einpflanzen Hände waschen, und bei empfindlichen Kindern Handschuhe anziehen.
6. Salzteig-Anhänger mit Fingerabdruck (ab 4 Jahren, etwa 1 Euro für zehn Stück)
Material: 200 g Mehl, 100 g Salz, 125 ml Wasser, 1 EL Öl, Nudelholz, Ausstechformen, Trinkhalm, Acrylfarbe, Band. Dauer: 30 Minuten plus 2 bis 3 Stunden Backen plus 1 Tag Trocknen. Hilfe nötig: beim Backofen.
- Mehl und Salz mischen, Wasser und Öl zugeben, fünf Minuten kräftig kneten, bis der Teig glatt ist.
- Einen halben Zentimeter dick ausrollen und Sterne oder Herzen ausstechen.
- Jetzt das Besondere: Das Kind drückt mittig den eigenen Daumen oder Zeigefinger hinein, nicht zu tief. Der Abdruck ist das, was aus dem Anhänger ein persönliches Geschenk macht.
- Mit dem Trinkhalm oben ein Loch stanzen – jetzt, nicht nach dem Backen. In gebackenem Salzteig bricht jedes nachträgliche Loch.
- Bei 120 Grad Ober-/Unterhitze 2 bis 3 Stunden backen, nicht heißer. Über Nacht nachtrocknen.
- Bemalen: Den Fingerabdruck in Gold oder Silber ausmalen, den Rest in einer Farbe. Name und Jahr auf die Rückseite.
- Band durchziehen.
Warnung: Salzteig sieht wie Knete aus, ist aber sehr salzig und darf nicht gegessen werden. Für Kinder unter drei und Haushalte mit Hund nur unter Aufsicht, Reste anschließend wegräumen.
7. Das Gutscheinheft (ab 6 Jahren, etwa 0 Euro)
Material: 5 Blatt Papier A5, Buntstifte, Locher, Wolle oder Geschenkband. Dauer: 40 Minuten. Hilfe nötig: beim Formulieren.
- Fünf Blätter aufeinanderlegen, links zwei Löcher stanzen und mit Wolle zusammenbinden – das ist das Heft.
- Auf das erste Blatt ein Deckbild malen: "Gutscheine für Opa".
- Auf jede weitere Seite einen Gutschein schreiben und ein Bild dazu malen. Das Kind diktiert, Erwachsene helfen beim Schreiben, wenn es noch nicht geht.
- Gute Gutscheine sind konkret und machbar: "Einmal gemeinsam Plätzchen backen", "Ich zeige dir mein Lieblingsbuch", "Wir gehen zusammen Enten füttern", "Ich räume mit dir die Werkstatt auf", "Einmal Vorlesen – ich lese dir vor".
- Jeden Gutschein unterschreiben. Die eigene Unterschrift macht aus einem Zettel ein Versprechen.
Warum das bei Großeltern oft am besten ankommt: Es kostet nichts und verspricht genau das, was fehlt – gemeinsame Zeit. Wichtig ist, dass die Gutscheine danach wirklich eingelöst werden; ein nicht eingelöster Gutschein ist schlimmer als kein Gutschein. Wer das Heft verschenkt, plant also auch die Termine ein.
Welche Idee passt zu welchem Alter?
- Ab 3 Jahren: Vogelfutter-Zapfen und Handabdruck. Beides braucht keine Schere und kein Schreiben.
- Ab 4 Jahren: Filz-Lesezeichen, Blumentopf, Salzteig-Anhänger.
- Ab 5 Jahren: bemalte Tasse. Die Malfläche ist rund und rutschig, das verlangt eine ruhigere Hand.
- Ab 6 Jahren: Gutscheinheft, weil Kinder hier selbst schreiben und sich eigene Ideen überlegen.
Für Kita und Grundschule: Vogelfutter-Zapfen, Lesezeichen und Salzteig funktionieren in der Gruppe. Die Zapfen brauchen eine erwachsene Person am Topf und eine am Tisch. Beim Salzteig zwei Termine einplanen. Handabdruck und Tasse sind Einzelarbeit mit Betreuung und in großen Gruppen schwer zu organisieren.
Einpacken ohne Geschenkpapierberg
Wer sieben Geschenke bastelt, braucht sieben Verpackungen – und die lassen sich mitbasteln. Zeitungspapier mit Kartoffeldruck-Sternen, braune Packpapierreste mit Juteschnur, oder ein bemalter Schuhkartondeckel als Tablett für mehrere Kleinigkeiten. Dazu eine selbst gemalte Karte: Fünf Varianten mit Fingerfarbe stehen im Weihnachtsbasteln mit Kindern. Wer parallel noch einen Adventskalender bastelt, kann die Salzteig-Anhänger aus Idee 6 gleich als Kalenderfüllung mitbacken – ein Teigansatz reicht für beides. Zum Ausmalen und Beilegen passen die Weihnachts-Ausmalbilder, die Sterne und die Engel.
Dekoration statt Geschenk: Nicht alles muss verschenkt werden. Fünf Papiersterne für Fenster und Baum stehen im Sterne basteln mit Kindern, fünf Fensterbilder von der Schneeflocke bis zum Scherenschnitt im Fensterbilder für Weihnachten basteln. Der Faltstern aus Butterbrottüten kostet etwa 25 Cent und ist trotzdem das Stück, nach dem Besuch am häufigsten fragt.
Lernziele:
Ein Geschenk zu basteln ist etwas anderes, als für sich selbst zu basteln. Das Ergebnis muss nicht nur schön sein, sondern einer bestimmten Person gefallen – und das ändert, wie Kinder arbeiten.
- Perspektivwechsel: "Was gefällt Oma?" ist eine schwierige Frage für Fünfjährige und die wichtigste in diesem Projekt. Zu überlegen, was jemand anderes mag, ist eine Fähigkeit, die sich zwischen vier und sieben entwickelt – hier wird sie geübt.
- Durchhalten über mehrere Tage: Zwei Schichten Farbe, über Nacht trocknen, dann bemalen. Drei der sieben Ideen lassen sich nicht an einem Nachmittag fertigstellen. Diese Erfahrung ist der eigentliche Lerninhalt.
- Vorausplanen: Die Blumenzwiebel muss Anfang Dezember in die Erde, sonst blüht sie nicht rechtzeitig. Ursache und Wirkung über sechs Wochen zu verstehen, ist für Grundschulkinder eine echte Denkleistung.
- Sorgfalt mit Grund: Beim Entfetten der Tasse zeigt sich direkt, warum Sauberkeit wichtig ist – wer schludert, dessen Motiv ist nach dem ersten Spülgang weg. Eine Regel mit sichtbarer Konsequenz wird schneller verstanden als eine mit Begründung.
- Feinmotorik: Auf einer runden Tasse zu malen, Filzformen auszuschneiden, einen Fingerabdruck gleichmäßig tief einzudrücken – drei verschiedene Anforderungen an Handkontrolle.
- Zahlen und Mengen: 200 Gramm Mehl, 120 Grad, drei Stunden, vier Wochen. Backen und Pflanzen sind angewandte Mathematik mit überprüfbarem Ergebnis.
- Naturkunde: Welche Vögel im Winter was fressen, warum eine Zwiebel Kälte braucht, bevor sie blüht – zwei Themen, die aus dem Basteln ganz nebenbei entstehen.
- Ein Versprechen halten: Beim Gutscheinheft lernen Kinder, dass eine Unterschrift eine Verpflichtung ist – und dass es sich gut anfühlt, wenn ein Gutschein eingelöst wird.
- Wert und Preis unterscheiden: Das Gutscheinheft kostet nichts und ist oft das Lieblingsgeschenk. Das ist eine Erkenntnis, die mehr trägt als jede Diskussion über Konsum im Dezember.
Für Eltern: Der häufigste Fehler ist, am Ende selbst nachzuarbeiten, damit es "schöner" wird. Ein krummes Herz, das wirklich vom Kind ist, bedeutet Großeltern mehr als ein perfektes, das die Eltern gemacht haben. Helfen ja – beim Ofen, beim Zuschneiden, beim Schreiben. Verbessern nein.
