Benötigte Materialien:
- Eiswürfel
- Salz
- Schnur oder Angelschnur
- Ein Glas Wasser
- Eine flache Schale
Anleitung:

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Vorbereitung: Lege alle Eiswürfel in die flache Schale. Stelle das Glas Wasser und das Salz bereit. Schneide ein Stück Schnur ab – etwa 20 cm lang.
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Experimentbeginn: Wähle zwei Eiswürfel aus der Schale und lege sie nebeneinander auf eine flache Oberfläche.
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Schnur platzieren: Lege die Schnur vorsichtig über die beiden Eiswürfel, so dass sie beide Eiswürfel leicht berührt.
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Salzstreuen: Streue eine Prise Salz über die Stelle, wo die Schnur die Eiswürfel berührt. Achte darauf, nicht zu viel Salz zu verwenden, nur eine kleine Menge reicht.
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Beobachten und Warten: Jetzt heißt es beobachten und geduldig sein. Warte einige Minuten. Das Salz beginnt, die Eiswürfel leicht zu schmelzen, und die Schnur friert in das Eis ein.
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Zaubertrick: Nach einigen Minuten, wenn du denkst, dass die Schnur fest genug ist, hebe vorsichtig das Ende der Schnur an. Wenn alles geklappt hat, sollten die Eiswürfel an der Schnur hängen und sich wie eine Kette hochheben lassen.
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Erklärung: Erkläre, dass das Salz den Schmelzpunkt des Eises senkt. Wenn das Eis um die Schnur schmilzt, friert es wieder um die Schnur herum, da die Umgebungstemperatur niedriger ist als der neue Schmelzpunkt. Dadurch bleibt die Schnur im Eis stecken.
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Experimentieren: Probiere das Experiment mit unterschiedlichen Mengen Salz, verschiedenen Schnurlängen und mehreren Eiswürfeln aus, um zu sehen, wie sich das Ergebnis verändert.
Alter, Dauer und was schiefgehen kann
Ab 4 Jahren – der Versuch braucht keine Werkzeuge und kein Abmessen, nur Geduld. Dauer: 10 bis 15 Minuten. Erfolgsquote: hoch, wenn drei Dinge stimmen.
- Baumwollfaden statt Angelschnur. Baumwolle saugt Schmelzwasser auf und friert deshalb viel besser ein. Nylon- und Angelschnur sind glatt und rutschen oft ab.
- Wenig Salz. Eine Prise genau auf die Kontaktstelle. Zu viel Salz hält das Schmelzwasser dauerhaft flüssig, dann friert nichts wieder fest.
- Nicht wackeln. Eine ganze Minute stillhalten. Das ist für Vierjährige der schwerste Teil – lautes Mitzählen bis 60 hilft erstaunlich gut.
Steigerung: Mit demselben Trick lässt sich eine ganze Kette aus vier bis fünf Eiswürfeln bauen, wenn man Würfel für Würfel anfügt und jedem eine Minute Zeit gibt. Eine Kette am Faden aus dem Glas zu heben, ist der Moment, für den Kinder das Experiment wiederholen wollen.
Warum friert der Faden fest?
Das Salz an der Kontaktstelle senkt den Gefrierpunkt, dort schmilzt das Eis sofort und der Faden sinkt ein. Jetzt passiert das Entscheidende: Das Salz verteilt sich im Schmelzwasser und wird dadurch immer dünner. Verdünntes Salzwasser gefriert aber schon fast bei null Grad – und so kalt ist es dort. Das Wasser friert also um den Faden herum wieder fest und schließt ihn ein. Fachleute nennen das Wiedergefrieren.
Die Alltagsbrücke: Genau deshalb wirkt Streusalz auf der Straße. Und genau deshalb wirkt es bei strengem Frost nicht mehr – dann ist es zu kalt, auch verdünntes Salzwasser bleibt fest.
Sicherheit
- Nicht am Eis lecken und nicht an Metall im Frost – die Zunge friert fest.
- Salz gehört nicht in die Augen. Nach dem Versuch Hände waschen.
- Das Salzwasser nicht in Blumentöpfe oder ins Beet gießen, es schadet Pflanzen.
Passend dazu
Wer das Salzprinzip im Großen sehen will, probiert den schmelzenden Schneemann mit drei Vergleichsschüsseln. Wer sehen will, wie Salz Kristalle bildet statt Eis zu schmelzen, setzt die funkelnden Salzkristalle an – die wachsen über mehrere Tage. Zum Ausmalen in der Wartezeit passen Winter-Ausmalbilder.
Lernziele:
- Verstehen der Gefrier- und Schmelzprozesse von Wasser
- Beobachtung der Wirkung von Salz auf Eis
- Entwicklung von Geschicklichkeit und Geduld beim Experimentieren
Was Kinder darüber hinaus mitnehmen
- Der produktive Fehlversuch: Ohne Salz rutscht der Faden ab. Diesen Versuch bewusst zuerst zu machen, macht aus einem Trick ein Experiment.
- Dosierung: Eine Prise wirkt, ein Löffel verhindert das Ergebnis. Dass bei manchen Dingen mehr nicht besser ist, lernen Kinder hier ganz praktisch.
- Stillhalten als Fertigkeit: Eine Minute nicht zu wackeln ist für Vier- und Fünfjährige echte Übung in Impulskontrolle – mit sofort sichtbarer Belohnung.
- Zwei Vorgänge gleichzeitig: Dass an derselben Stelle erst geschmolzen und dann wieder gefroren wird, ist ein anspruchsvoller Gedanke. Mit dem Faden in der Hand lässt er sich greifen.
- Material macht einen Unterschied: Baumwolle funktioniert, Nylon nicht. Wer beides ausprobiert, versteht, dass die Wahl des Materials Teil des Versuchs ist.
