Drachen Ausmalbilder führen in eine Fantasiewelt, in der freundliche Fabelwesen mit Flügeln, Schuppen und langen Schwänzen zu Hause sind. Ein kleiner Drache schläft zusammengerollt auf einem Felsen, ein anderer streift neugierig durch einen Zauberwald, und manch einer sitzt sogar geduldig beim Zahnarzt. Die Figuren sind selbst erfunden und wirken eher verspielt als bedrohlich, sodass auch jüngere Kinder gern zu ihnen greifen. Neben den Drachen tauchen auf manchen Vorlagen Ritter, Dinosaurier oder kleine Tiere auf, die zu gemeinsamen Abenteuern einladen. Für Schuppen eignen sich Grün, Türkis und Blau ebenso wie Rot, Orange oder ein leuchtendes Violett. Wer mag, gestaltet den Bauch in einem helleren Ton, setzt Punkte oder Streifen auf den Rücken und gibt den Flügeln einen zarten Farbverlauf. Hörner, Krallen und Zacken lassen sich mit kräftigen Farben betonen, während Rauchwölkchen in Grau oder einem sanften Rosa einen weichen Gegenpol bilden. Auch die Umgebung bietet viel Raum für Ideen: eine Höhle mit funkelnden Steinen, eine Burg auf einem Hügel oder eine Wiese mit bunten Blumen. Ein Drache muss keiner bestimmten Farbe folgen; ein gestreifter oder regenbogenfarbener Drache passt genauso in die Sammlung wie ein klassisch grüner. Manche Kinder geben ihrem Drachen außerdem ein Halstuch, eine Krone oder einen Rucksack für die nächste Reise. Eltern und Großeltern können nach dem Namen des Drachen fragen und gemeinsam überlegen, wo er wohnt und was er am liebsten tut. So entsteht zu jedem Bild eine kleine Geschichte, die das Kind selbst weiterspinnen kann. Dabei darf der Drache auch lachen, gähnen oder Seifenblasen statt Feuer pusten.
Drachen gehören zu den Fantasiefiguren, an denen Kinder Mut, Freundschaft und den Umgang mit Ängsten ausprobieren können. Ein freundlicher Drache, der selbst ein wenig ängstlich ist, gibt Anlass für Gespräche darüber, wie man Sorgen teilt und sich gegenseitig hilft. Jüngere Kinder im Kindergartenalter wählen Drachen mit großen Körperflächen und wenigen Schuppenreihen. Sie malen mit dicken Stiften, üben das Führen der Hand und entscheiden selbst, welche Farbe der Drache bekommt. Ältere Kinder im Grundschulalter arbeiten an feinen Schuppenmustern, gezackten Rückenkämmen und Flügeln mit vielen Feldern. Sie können Licht und Schatten einsetzen, Muster wiederholen oder ihrem Drachen eine Landschaft mit Bergen und Burgen hinzuzeichnen. Nebenbei stärkt das sorgfältige Ausmalen kleiner Schuppen die Feinmotorik und die Ausdauer. Wer möchte, vergleicht die Länge des Drachenschwanzes mit der Größe der Flügel oder des Kopfes. In der Kita lassen sich die Bilder mit einem vorgelesenen Märchen oder einem Bilderbuch über Fabelwesen verbinden. In der Grundschule passen sie zu einer Schreibaufgabe, bei der Kinder einen Steckbrief für ihren Drachen verfassen und Aussehen, Wohnort und Lieblingsessen beschreiben. Dabei üben sie, Eigenschaften in Worte zu fassen, und erfahren, dass zu einer Vorlage viele verschiedene Geschichten passen. Eltern, Großeltern und pädagogische Fachkräfte wählen die Vorlage nach Alter, Ausdauer und Interesse des Kindes. Auch Geschwister unterschiedlichen Alters können dieselbe Vorlage gemeinsam ausmalen und sich die Flächen aufteilen. Wer lieber still malt, braucht keine Erklärung, und ein ungewöhnlich gefärbter Drache ist ebenso gelungen wie einer in vertrauten Farben.
Für die Malzeit wählen Sie mit dem Kind einen Drachen aus und öffnen die Detailseite des Motivs. Über die Druckfunktion dort lässt sich die Vorlage ausdrucken; ein Blick in die Vorschau zeigt, ob Flügel und Schwanz vollständig auf dem Blatt erscheinen. Für Buntstifte reicht normales Druckerpapier, bei Filzstiften oder Wasserfarben verhindert etwas dickeres Papier, dass die Farbe durchdrückt. Eine feste, abwischbare Unterlage schützt den Tisch und gibt dem Blatt Halt. Buntstifte eignen sich für Schuppen, Krallen und feine Muster, Wachsmalstifte für große Flügel und Hintergrundflächen wie Himmel oder Höhlenwände. Wer Feuer oder Glanz darstellen möchte, kann Gelb, Orange und Rot übereinanderlegen oder mit einem weißen Stift helle Stellen auf den Schuppen setzen. Ein Restblatt bietet Platz, Farbübergänge vorab auszuprobieren. Für kleine Hände sind kurze, kräftige Wachsmalblöcke griffig, während Schulkinder mit gut angespitzten Buntstiften auch winzige Schuppen sauber ausfüllen. Das fertige Bild kann im Kinderzimmer hängen, in einer Geschichtenmappe gesammelt oder zusammen mit einer selbst erzählten Drachengeschichte verschenkt werden. Auf Karton geklebt und ausgeschnitten wird der Drache zur Figur für ein kleines Papiertheater; beim Schneiden helfen Erwachsene nach Bedarf. In der Gruppe lassen sich die Bilder zu einer gemeinsamen Drachenlandschaft an der Wand zusammenfügen, zu der jedes Kind seinen Drachen vorstellt. Gefällt ein Motiv besonders, kann es erneut gedruckt und in ganz anderen Farben gestaltet werden. So entsteht mit der Zeit eine ganze Drachenfamilie, die sich in Farbe und Muster deutlich voneinander unterscheidet.























