Adventskalender Vorlage zum Ausdrucken: 24 Türchen und Klebeplan
Benötigte Materialien:
Diese Vorlage nimmt euch den Teil ab, an dem selbst gebastelte Adventskalender meistens scheitern: 24 gleich große Türchen anzuzeichnen und sie so auf das Blatt zu verteilen, dass am Ende nichts schief hängt. Beides liegt hier fertig vor – einmal ausdrucken, ausschneiden, aufkleben. Die Preise sind deutsche Bastel- und Schreibwarenpreise, Stand November 2026.
Was ihr unbedingt braucht:
- Die Vorlage als PDF, zwei Seiten A4 – kostenlos, der Download-Link steht weiter unten
- Ein Drucker, der A4 kann. Schwarz-weiß reicht, die Vorlage ist bewusst ohne Farbflächen gezeichnet.
- Papier für Seite 1 (die Türchen): 160 bis 200 g. 50 Blatt kosten etwa 4 Euro. Mit normalem 80er-Papier reckt sich das Scharnier nach drei Tagen aus und die Türchen hängen schlapp herunter.
- Papier oder Karton für Seite 2 (den Klebeplan): hier geht normales Druckerpapier, wenn ihr es hinterher auf einen festen Karton klebt. Direkt auf 200er-Karton gedruckt ist es stabiler.
- Schere – eine Kinderschere mit abgerundeter Spitze reicht für die geraden Schnitte
- Klebestift. Flüssigkleber wellt das Papier, Klebestift nicht.
- Lineal und ein leerer Kugelschreiber oder ein Falzbein zum Vorfalzen der Scharniere
Was die Sache schöner macht, aber nicht nötig ist:
- Buntstifte oder Wachsmalkreiden zum Anmalen der Türchen – Filzstift schlägt auf dünnem Papier durch
- Ein A3-Bogen Tonkarton als Untergrund, etwa 1 Euro im Bastelladen. Darauf wirkt der Kalender wie ein Poster.
- Washi-Tape, Sticker oder gestempelte Punkte für die Türchen
Ehrliche Einordnung der Kosten: Wenn Drucker, Schere und Klebestift im Haus sind, kostet der Kalender zwei Blatt Papier – also rund 20 Cent. Wer Karton und Tonpapier dazukauft, landet bei etwa 3 Euro. Teuer wird nur die Füllung, und genau dort lohnt es sich, nicht an Schokolade zu denken.
Anleitung:

Ein Adventskalender aus Papier ist in einem Nachmittag fertig – wenn die Maße stimmen. Die häufigste Enttäuschung ist nicht das Basteln, sondern das Anzeichnen: 24 Türchen freihand werden ungleich groß, und spätestens beim Aufkleben passt die Reihe nicht aufs Blatt. Deshalb besteht diese Vorlage aus zwei Seiten, die exakt dasselbe Raster benutzen.
Was in der Vorlage steckt
| Seite | Inhalt | Wofür |
|---|---|---|
| Seite 1 | 24 Türchen, 38 × 32 mm, durchnummeriert von 1 bis 24. Drei Seiten gestrichelt (= schneiden), die linke Kante dick (= falzen). | Die Türchen selbst. Ausschneiden, falzen, aufkleben. |
| Seite 2 | Derselbe Raster als Klebeplan: 24 leere Felder, gleiche Größe, gleicher Abstand, die Falzkante links markiert. | Das Kalenderblatt. Zeigt auf den Millimeter, wo welches Türchen hinkommt. |
Die Türchen sind mit 38 × 32 mm bewusst klein gehalten. Das ist groß genug, dass ein Dreijähriger sie mit dem Daumen aufklappen kann, und klein genug, dass alle 24 auf ein A4-Blatt passen, ohne dass es gedrängt aussieht.
Die Vorlage herunterladen
Adventskalender-Vorlage als PDF herunterladen – 2 Seiten A4, kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse.
Wer lieber Säckchen, Streichholzschachteln oder Tüten beschriftet statt Türchen zu kleben, nimmt unsere zweite Vorlage: die Zahlen 1 bis 24 als PDF – mit runden Anhängern, denselben Zahlen zum Ausmalen und rechteckigen Etiketten mit Schreibfeld.
Damit der Ausdruck wirklich maßhaltig wird
Das ist der eine Schritt, an dem die Vorlage kippt. Drucker verkleinern Dokumente standardmäßig, damit nichts am Rand abgeschnitten wird – und dann passen Seite 1 und Seite 2 nicht mehr zueinander.
- Im Druckdialog „100 %“ oder „Tatsächliche Größe“ wählen.
- „An Seitengröße anpassen“ ausschalten. Im Adobe Reader heißt die richtige Einstellung „Tatsächliche Größe“, in Chrome steht sie unter „Weitere Einstellungen → Skalierung → Standard“.
- Beide Seiten auf einmal drucken, nicht nacheinander mit unterschiedlichen Einstellungen.
- Gegencheck mit dem Lineal: Ein Türchen auf Seite 1 muss 38 mm breit sein, ein Feld auf Seite 2 genauso. Weichen beide gleich ab, ist das egal – sie passen trotzdem zueinander. Weicht nur eines ab, wurde zwischendurch die Skalierung geändert.
In fünf Schritten zum fertigen Kalender
- Klebeplan vorbereiten (Erwachsene, 5 Minuten). Seite 2 entweder direkt auf 200er-Karton drucken oder das Blatt vollflächig auf einen festen Karton kleben – ein Stück Umzugskarton aus dem Altpapier reicht. Vollflächig heißt: Klebestift bis in alle vier Ecken, sonst wirft das Papier Wellen.
- Überraschungen einkleben (ab 3 Jahren, 20 Minuten). In jedes Feld kommt etwas Flaches. Das ist die Einschränkung dieser Kalenderform, und sie ist gleichzeitig ihre Stärke: Was flach ist, ist meistens kein Naschkram. Ideen stehen weiter unten.
- Türchen ausschneiden (ab 4 Jahren, 25 Minuten). Nur an den gestrichelten Linien schneiden, die dicke linke Linie bleibt stehen. Kinder unter fünf schneiden die Türchen am besten erst grob als Block aus und dann einzeln – das geht sicherer als direkt an der Linie entlang.
- Falzen (gemeinsam, 10 Minuten). Lineal auf die dicke Linie legen und mit einem leeren Kugelschreiber kräftig darüberfahren, dann knicken. Dieser eine Handgriff entscheidet, ob die Türchen nach zwei Wochen noch aufgehen oder abreißen.
- Aufkleben (gemeinsam, 15 Minuten). Wichtig: nur den schmalen Falzstreifen links einstreichen, nicht das ganze Türchen. Dann den Streifen auf die markierte Falzkante des passenden Feldes setzen. Nicht der Reihe nach kleben – die Zahlen dürfen ruhig durcheinander sitzen, das macht das Suchen am Morgen interessanter.
Zeitbedarf insgesamt: gut eine Stunde mit einem Grundschulkind, anderthalb mit einem Kindergartenkind und mehreren Pausen.
Drei Varianten mit derselben Vorlage
- Das A4-Blatt (ab 3 Jahren). Klebeplan auf Karton, Türchen drauf, fertig. Passt an eine Zimmertür, braucht keine Wand und kostet zwei Blatt Papier.
- Das A3-Poster (ab 5 Jahren). Die 24 Türchen einzeln ausschneiden und frei auf einen A3-Bogen verteilen – als Tannenbaum, als Spirale, als Hausfassade. Der Klebeplan dient dann nur noch als Abstandsmuster: einmal auflegen, Ecken anzeichnen, weglegen.
- Der Fensterkalender (ab 6 Jahren). Türchen auf Transparentpapier kleben und ans Fenster hängen. Hinter jedem Türchen klebt ein kleines ausgemaltes Motiv, das bei Tageslicht durchscheint. Dazu passen unsere Ausmalbilder zu Weihnachten in verkleinertem Ausdruck.
Was in die Felder passt – flach und trotzdem spannend
Hinter ein 38 × 32 mm großes Türchen passt kein Schokoladenstück. Das klingt nach einem Nachteil und ist in Wahrheit der Grund, warum diese Kalenderform länger Freude macht:
- Zettel mit einer Aufgabe: „Heute darfst du den Tisch decken – mit Kerze.“ „Such drei Dinge im Haus, die glitzern.“
- Erlebnis-Gutscheine: eine Vorlesegeschichte extra, einmal Pfützenspringen, eine Viertelstunde länger aufbleiben.
- Je ein Foto aus dem Jahr – am 24. Dezember hängt dann das Familienjahr an der Wand.
- Sticker, Glitzersteine, gepresste Blätter vom Herbstspaziergang.
- Ein Puzzleteil pro Tag: ein ausgedrucktes Bild in 24 Stücke schneiden. Am 24. ist es komplett.
- Flache Süßigkeiten, wenn es doch Naschkram sein soll: ein Streifen Fruchtleder, ein Geldstück-Schokotaler, ein Kaugummi.
Die fünf häufigsten Fehler
- Zu dünnes Papier für die Türchen. Unter 160 g hält das Scharnier keine 24 Tage.
- Das ganze Türchen eingestrichen. Dann klebt es fest und ließe sich nur noch aufreißen. Nur der Falzstreifen bekommt Kleber.
- Skalierung vergessen. Wenn Seite 1 und Seite 2 unterschiedlich groß gedruckt sind, passt kein Türchen mehr ins Feld.
- Zu dicke Füllung. Alles, was mehr als zwei Millimeter aufträgt, drückt das Türchen wieder auf.
- Erst am 30. November angefangen. Der 1. Advent fällt 2026 auf Sonntag, den 29. November. Zwei entspannte Nachmittage in der Woche davor reichen völlig – ein Abend vorher nicht.
Weiter zum Advent
- Adventskalender selber basteln: 6 Ideen zum Nachbauen und Füllen – die Übersicht mit Wäscheklammern-Leine, Klopapierrollen-Wand, Stoffsäckchen und 24 Füll-Ideen.
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- Alle Bastelideen für den Advent im Überblick.
Lernziele:
Ein Vorlagen-Kalender sieht nach wenig Bastelarbeit aus. Tatsächlich steckt in den 24 Türchen genau die Art von Übung, die Kinder im Vorschulalter brauchen – nur eben 24-mal hintereinander statt einmal.
- Schneiden an der Linie: Drei gerade Schnitte pro Türchen, 72 insgesamt. Das ist die beste Scherenübung, die wir kennen, weil das Ergebnis sofort sichtbar wird – ein schiefes Türchen schließt nicht.
- Falzen und Knicken: Das Vorfalzen mit Lineal und Kugelschreiber ist eine Zweihändigkeitsübung: Eine Hand hält, die andere arbeitet. Genau das braucht später auch das Schreiben.
- Zahlenraum bis 24: Beim Aufkleben muss jedes Türchen sein Feld finden. Kinder, die bis zehn zählen können, lernen hier die Zahlen bis 24 nebenbei – weil sie sie suchen müssen, nicht weil sie sie aufsagen sollen.
- Warten aushängen: 24 Türchen, eines pro Tag. Der Kalender ist das erste Werkzeug, mit dem viele Kinder begreifen, wie lang drei Wochen sind.
- Genauigkeit als Mittel, nicht als Selbstzweck: Die Vorlage zeigt, warum man 100 % druckt und mit dem Lineal vorfalzt – nicht weil das ordentlicher aussieht, sondern weil es sonst nicht funktioniert. Das ist eine Erfahrung, die sich auf jedes spätere Werkstück überträgt.
Altersempfehlung: ab 3 Jahren beim Einkleben und Anmalen, ab 4 Jahren beim Ausschneiden mit Hilfe, ab 6 Jahren komplett selbständig. Scharfe Scheren, Cutter und der Drucker bleiben Erwachsenensache.
