Geschenke verpacken mit Kindern: Geschenkpapier und Anhänger für Weihnachten
Benötigte Materialien:
Beim Verpacken ist das meiste Material schon im Haus – es sieht nur nicht nach Bastelmaterial aus. Packpapier, Kartoffeln, Korken und alte Weihnachtskarten reichen für vier der fünf Ideen. Die genaue Liste steht jeweils bei der Idee, hier die Grundausstattung.
Das steht meist schon da:
- Packpapier, Butterbrotpapier oder die unbedruckte Innenseite alter Papiertüten – alternativ eine Rolle Packpapier
- Kartoffeln, 2 bis 3 mittelgroße, und ein paar Weinkorken
- Fingerfarbe oder Acrylfarbe in Rot, Weiß, Grün und Gold, flache Teller zum Auftragen
- Tonpapier und Fotokarton in Resten – für Anhänger reichen Schnipsel
- Kindersichere Schere, Bleistift, Lineal, Klebestift, Klebefilm
- Nähgarn, Juteschnur oder Bäckergarn; alte Weihnachtskarten vom Vorjahr
- Plätzchenausstecher als Schablone für Sterne, Tannen und Herzen
Das muss dazugekauft werden – je nachdem, welche Ideen ihr wählt:
- Packpapier auf Rolle, 10 Meter braun oder weiß, etwa 3 bis 5 Euro. Reicht für rund 15 mittelgroße Geschenke und ist pro Blatt deutlich günstiger als gekauftes Geschenkpapier.
- Baumwollbeutel ohne Druck, 5er-Set etwa 6 bis 9 Euro. Werden jedes Jahr wieder verwendet – nach zwei Weihnachten sind sie günstiger als Papier.
- Stoffmalfarbe, Set mit 5 Farben etwa 8 bis 12 Euro. Nur für die Beutel nötig; normale Acrylfarbe wäscht sich heraus.
- Juteschnur oder Bäckergarn, Rolle etwa 2 bis 3 Euro
- Lochstanzer, etwa 3 bis 5 Euro – für Anhänger das Werkzeug, das den Unterschied macht
- Optional: doppelseitiges Klebeband etwa 2 Euro, Stempelkissen etwa 3 Euro, Goldstift etwa 2 Euro
Ehrliche Einordnung: Selbst bedrucktes Packpapier kostet etwa 30 Cent pro Geschenk, gekauftes Geschenkpapier mit Motiv etwa einen Euro. Die Anhänger aus alten Weihnachtskarten kosten nichts. Nur die Stoffbeutel sind eine echte Anschaffung – dafür halten sie zehn Jahre. Wer alles kauft, landet bei etwa 25 Euro und verpackt damit zwei Weihnachten.
Was nicht nötig ist: Geschenkbandrollen aus Plastik, Glitzerspray und Schleifen aus dem Fertigbeutel. Juteschnur und ein selbst gedruckter Stern sehen besser aus und lassen sich hinterher in die Papiertonne geben. Und: keine Heißklebepistole – beim Verpacken braucht man sie an keiner Stelle.
Anleitung:

Geschenke verpacken ist für Kinder oft die interessantere Hälfte des Schenkens – weil sie hier wirklich mithelfen können, auch wenn das Geschenk selbst gekauft ist. Unten stehen fünf Ideen für Papier, Anhänger und Beutel, dazu eine Faltanleitung, mit der ein Päckchen nicht wie ein Knäuel aussieht. Mit Altersangabe, Zeitbedarf und Trockenzeiten.
Heiligabend 2026 ist ein Donnerstag, der 24. Dezember. Das Papier sollte eine Woche vorher fertig und trocken sein – Farbe braucht länger, als der Plan am 23. Dezember erlaubt.
Welche Idee passt zu welchem Alter?
- Ab 3 Jahren: Kartoffeldruck und Korkenstempel. Stempeln ist der Arbeitsschritt, bei dem Kleinkinder ein erwachsen aussehendes Ergebnis erzeugen – ohne Hilfe.
- Ab 4 Jahren: Geschenkanhänger aus Tonpapier und alten Karten. Schneiden, stanzen, Faden knoten.
- Ab 5 Jahren: Stoffbeutel bemalen und Geschenke selbst einschlagen. Das Falten der Ecken verlangt zwei Hände und Geduld.
- Ab 7 Jahren: Päckchen vollständig allein verpacken, Klebefilm abreißen, Band binden. Vorher übernimmt ein Erwachsener den Klebefilm.
1. Geschenkpapier mit Kartoffeldruck (ab 3 Jahren, 30 Minuten plus Trockenzeit)
Material: Packpapier, 2 Kartoffeln, Plätzchenausstecher, Küchenmesser (Erwachsene), Acryl- oder Fingerfarbe, flacher Teller, Küchenpapier. Dauer: 30 Minuten plus 2 Stunden Trocknen. Hilfe nötig: beim Schneiden der Kartoffel.
- Die Kartoffel quer halbieren, damit eine glatte, runde Fläche entsteht. Die Schnittfläche kurz mit Küchenpapier abtupfen – nasse Kartoffel verwässert die Farbe.
- Einen Plätzchenausstecher – Stern, Tanne oder Herz – etwa einen Zentimeter tief in die Schnittfläche drücken und stecken lassen.
- Ein Erwachsener schneidet mit dem Messer das Kartoffelfleisch rund um den Ausstecher ab, etwa einen Zentimeter tief. Dann den Ausstecher herausziehen: Übrig bleibt ein erhabener Stern. Dieser Schritt ist der einzige mit Messer und gehört nicht in Kinderhände.
- Farbe dünn auf einen flachen Teller geben. Den Stempel aufsetzen, nicht hineindrücken – zu viel Farbe lässt die Konturen verlaufen.
- Auf Zeitungspapier zwei Probedrucke machen. Der erste Druck ist immer zu satt, ab dem dritten stimmt das Bild.
- Das Packpapier bedrucken. Reihen mit etwa fünf Zentimetern Abstand sehen ruhiger aus als wild verteilte Motive, versetzt wie Ziegel noch besser. Wer mag, wechselt alle zwei Reihen die Farbe.
- Flach ausgebreitet zwei Stunden trocknen lassen. Acrylfarbe ist danach wischfest, Fingerfarbe bleibt empfindlich – auf Fingerfarbe-Papier kein Klebeband direkt aufs Motiv.
Warum das für Dreijährige die beste Idee auf dieser Seite ist: Ein Stempel kann nicht schiefgehen. Das Motiv ist immer ein Stern, ganz unabhängig davon, wie gut die Hand getroffen hat – und am Ende liegt ein Bogen Papier da, der aussieht wie gekauft. Diese Erfahrung ist in diesem Alter selten.
Haltbarkeit der Stempel: Kartoffelstempel halten etwa zwei Tage im Kühlschrank in einer Dose, danach werden sie weich. Für einen zweiten Basteltag also neue Kartoffeln einplanen.
2. Korkenstempel, Fingerabdrücke und Zweiglinien (ab 3 Jahren, 20 Minuten plus Trockenzeit)
Material: Packpapier, 3 bis 4 Weinkorken, Farbe, flacher Teller, dünner Pinsel oder Fineliner. Dauer: 20 Minuten plus 1 Stunde Trocknen. Hilfe nötig: keine.
- Korken in Farbe tupfen und Punkte auf das Papier setzen. Ein Korken ist der einfachste Stempel überhaupt, weil er gut in der Kinderhand liegt.
- Für Christbaumkugeln: Punkte in einer Reihe stempeln und nach dem Trocknen mit dem Fineliner einen kurzen Strich nach oben ziehen – fertig ist eine Reihe hängender Kugeln.
- Für Schnee: kleine weiße Punkte mit dem Finger oder dem Stielende des Pinsels setzen, unregelmäßig verteilt. Weiß auf braunem Packpapier ist die Kombination, die am besten wirkt.
- Für Zweige: mit dem dünnen Pinsel eine Linie ziehen und links und rechts kurze Striche abzweigen. Fünfjährige machen das selbst, bei jüngeren Kindern zeichnet ein Erwachsener die Linien und das Kind setzt die Punkte.
- Eine Stunde trocknen lassen.
Der praktische Vorteil: Diese Technik braucht keine Vorbereitung und kein Messer. Wenn am 22. Dezember auffällt, dass das Papier fehlt, ist das die Idee, die in 20 Minuten liefert.
3. Geschenkanhänger aus Tonpapier und alten Weihnachtskarten (ab 4 Jahren, 20 Minuten)
Material: Reste Tonpapier oder Fotokarton, alte Weihnachtskarten vom Vorjahr, Schere, Lochstanzer, Juteschnur, Bleistift, Goldstift. Dauer: 20 Minuten für sechs bis zehn Anhänger. Hilfe nötig: beim Vorzeichnen und beim ersten Loch.
- Formen vorzeichnen: Rechtecke von 4 x 7 Zentimetern, Kreise mit einem Glas umfahren oder Sterne und Tannen mit dem Plätzchenausstecher umranden. Vierjährige schneiden Rechtecke und Kreise selbst, Sterne meist nicht.
- Aus alten Weihnachtskarten die schönsten Motivteile ausschneiden – ein Stern, ein Rentierkopf, ein Stück Schneelandschaft. Das ist der Schritt, der aus Altpapier die besten Anhänger macht, und Kinder suchen die Ausschnitte gern selbst aus.
- In eine Ecke ein Loch stanzen, etwa fünf Millimeter vom Rand. Zu nah am Rand reißt beim ersten Zug aus.
- Ein Stück Juteschnur von etwa 20 Zentimetern durchziehen und mit einem einfachen Knoten schließen. Knoten ist für Vierjährige eine echte Übung – hier ohne Zeitdruck möglich, weil ein Anhänger nicht perfekt sein muss.
- Namen aufschreiben oder vorschreiben und nachziehen lassen. Mit Goldstift auf dunklem Tonpapier sieht selbst eine wackelige Schrift gut aus.
- Alle Anhänger in eine Schale legen. Am Packtag greift man hinein, statt jedes Mal etwas Neues zu basteln.
Der Trick mit dem doppelten Anhänger: Rechteck quer falten und erst dann stanzen. Dann lässt sich innen ein kurzer Gruß schreiben, und der Anhänger ersetzt die Karte. Bei Geschenken für Oma und Opa ist das der Teil, der am Ende aufgehoben wird.
4. Stoffbeutel bemalen – die Verpackung für mehrere Jahre (ab 5 Jahren, 35 Minuten plus Trockenzeit)
Material: Baumwollbeutel ohne Druck, Stoffmalfarbe, Pinsel oder Stempel, Karton zum Unterlegen, Bügeleisen (Erwachsene). Dauer: 35 Minuten plus 24 Stunden Trocknen plus Bügeln. Hilfe nötig: beim Fixieren mit dem Bügeleisen.
- Einen Karton in den Beutel schieben. Das spannt den Stoff und verhindert, dass Farbe auf die Rückseite durchschlägt. Ohne diesen Schritt kleben beide Seiten zusammen.
- Motiv planen: Große, einfache Formen wirken auf Stoff besser als feine Zeichnungen. Sterne, Tannen, Punkte, ein großes Herz. Bei Bedarf mit Bleistift leicht vorzeichnen.
- Stoffmalfarbe satt auftragen. Anders als auf Papier gilt hier: lieber mehr Farbe, der Stoff saugt. Stempel funktionieren auch, brauchen aber mehr Druck als auf Papier.
- 24 Stunden trocknen lassen – flach liegend, mit dem Karton im Beutel. Die Packungsangabe hat Vorrang, manche Farben brauchen 72 Stunden.
- Ein Erwachsener bügelt die Farbe nach Packungsanweisung von links fest, meist drei Minuten bei mittlerer Hitze mit einem Baumwolltuch dazwischen. Ohne dieses Fixieren ist das Motiv nach der ersten Wäsche blass.
- Geschenk hineinlegen, oben mit Juteschnur zubinden, Anhänger daran. Fertig – und am nächsten Weihnachten wieder einsatzbereit.
Warum das die beste Verpackung für sperrige Geschenke ist: Ein Ball, ein Stofftier oder ein Paar Gummistiefel lassen sich in Papier kaum gerade einpacken. Im Beutel sehen sie in zehn Sekunden gut aus. Und für Familien, die über Müll an Weihnachten nachdenken, ist das der Punkt, an dem Kinder selbst merken, warum Wiederverwenden mehr Sinn hat als Wegwerfen.
5. Ein Päckchen falten, das nicht wie ein Knäuel aussieht (ab 5 Jahren, 10 Minuten pro Geschenk)
Material: bedrucktes Papier, Schere, Klebefilm oder doppelseitiges Klebeband, Juteschnur. Dauer: 10 Minuten für das erste, 3 Minuten ab dem dritten. Hilfe nötig: beim Abreißen des Klebefilms, bei Kindern unter 7 Jahren.
- Papier richtig zuschneiden: Das Geschenk auf das Papier legen und einmal abrollen – das Papier muss das Päckchen umfassen plus zwei Zentimeter Überlappung. Für die Breite links und rechts jeweils die halbe Höhe des Päckchens plus einen Zentimeter dazugeben. Zu großes Papier ist der häufigste Grund für Knäuel-Päckchen.
- Die lange Naht: Papier um das Geschenk legen, die Oberkante der Überlappung einmal einen Zentimeter nach innen falten – diese Falz gibt eine saubere Kante – und mit Klebeband schließen. Doppelseitiges Klebeband darunter sieht noch besser aus, weil es unsichtbar ist.
- Die Seiten: Oben nach unten drücken, es entstehen zwei Dreiecke. Diese Dreiecke von beiden Seiten nach innen falten, dann die untere Lasche nach oben klappen und kleben. Immer in dieser Reihenfolge – wer mit der Lasche beginnt, bekommt die Dreiecke nicht flach.
- Zweite Seite genauso. Ein Fingernagel entlang jeder Kante macht aus weichen Falten scharfe Kanten. Dieser halbe Arbeitsschritt macht optisch den größten Unterschied.
- Band: Juteschnur zweimal kreuzweise herumlegen, unter dem Kreuz durchziehen, Knoten, Anhänger einschlaufen. Schleifenbinden können viele Kinder erst mit sieben oder acht – ein doppelter Knoten mit kurzen Enden sieht ebenfalls gut aus.
- Runde und schiefe Dinge: Papier wie ein Bonbon um das Geschenk rollen und an beiden Enden mit Band abbinden. Oder Beutel nehmen. Runde Gegenstände flach einzupacken, funktioniert nicht – das ist keine Frage des Könnens.
Was Kinder in welchem Alter übernehmen: Dreijährige halten den Finger auf das Band, während ein Erwachsener den Knoten zieht. Fünfjährige falten die Seitendreiecke. Siebenjährige verpacken allein, brauchen aber Papier, das schon zugeschnitten ist. Ab neun Jahren klappt alles, inklusive Zuschnitt – wenn einmal vorgemessen wurde.
Papier sparen, ohne dass es ärmlich aussieht
- Packpapier statt Geschenkpapier: Braunes Packpapier mit einem weißen Sternstempel sieht teurer aus als bedrucktes Billigpapier – und kostet ein Drittel.
- Zeitungspapier: Der Comicteil oder eine Seite mit viel Weiß, dazu Juteschnur. Für Geschenke unter Erwachsenen eine ernsthafte Option, bei Kindergeschenken kommt sie oft nicht gut an.
- Papier glatt streichen und aufheben: Wer am 24. Dezember vorsichtig auspackt, hat am nächsten Geburtstag Papier. Kinder machen das mit, wenn es vorher abgesprochen ist – mitten im Auspacken hört niemand zu.
- Stoffbeutel und Geschirrtücher: Ein Geschirrtuch um ein Buch gelegt und mit Band verknotet ist Verpackung und Geschenk in einem.
- Keine beschichteten Papiere: Glitzer- und Folienpapier gehört in den Restmüll, nicht ins Altpapier. Selbst bedrucktes Packpapier ist vollständig recycelbar.
Der Zeitplan bis Heiligabend 2026
- Erstes Dezemberwochenende (5./6. Dezember): Geschenkpapier drucken. Das ist die Arbeit mit Farbe und Trockenzeit und gehört an einen Tag ohne Termindruck.
- Mitte Dezember (12./13. Dezember): Stoffbeutel bemalen – wegen 24 Stunden Trockenzeit plus Bügeln die Idee mit dem längsten Vorlauf.
- Dritte Dezemberwoche: Anhänger auf Vorrat basteln, sechs bis zehn Stück in eine Schale.
- 20. bis 22. Dezember: Geschenke verpacken. Je ein Päckchen pro Abend ist mit Kindern realistischer als alles an einem Nachmittag.
- 23. Dezember: Reserve. Es fehlt immer ein Geschenk, und der Korkenstempel liefert in 20 Minuten neues Papier.
- Donnerstag, 24. Dezember 2026: Heiligabend.
Sicherheit und Aufsicht
- Messer: Das Zuschneiden der Kartoffelstempel übernehmen Erwachsene. Es ist der einzige Schritt in diesem Artikel mit einer scharfen Klinge, und er dauert zwei Minuten.
- Bügeleisen: Das Fixieren der Stoffmalfarbe macht ein Erwachsener allein. Kinder können daneben stehen, aber nicht bügeln – die Sohle bleibt nach dem Ausschalten minutenlang heiß.
- Farben: Fingerfarbe und Stoffmalfarbe mit dem Hinweis auf Spielzeugnorm EN 71-3 wählen. Acrylfarbe ist auf der Haut unproblematisch, geht aber aus Kleidung nicht mehr heraus – alte Kleidung oder Malschürze anziehen.
- Bänder und Schnüre: Lange Bänder gehören nicht in Reichweite von Kindern unter drei Jahren und nicht ins Bett oder in den Laufstall. Reste direkt nach dem Verpacken aufräumen.
- Kleinteile: Ausgestanzte Papierschnipsel, Korken und Holzperlen landen bei Kleinkindern im Mund. Mit der kleinsten Geschwisterin im Raum lieber am Tisch arbeiten, der abgeräumt wird.
- Klebefilm-Abroller mit Metallzacken: Für Kinder unter sieben Jahren nicht geeignet. Streifen vorher abreißen und an die Tischkante kleben – dann kann das Kind selbst verpacken.
Wenn etwas schiefgeht
- Der Stempeldruck verläuft: zu viel Farbe oder zu feuchte Kartoffel. Schnittfläche abtupfen, Farbe dünner auf dem Teller verteilen, zwei Probedrucke.
- Das Motiv ist kaum zu sehen: Das Kartoffelfleisch wurde nicht tief genug abgeschnitten, deshalb druckt der Hintergrund mit. Noch einmal nachschneiden, etwa einen Zentimeter tief.
- Das Papier wellt sich: normal bei Fingerfarbe. Nach dem Trocknen unter einem Buchstapel über Nacht glätten.
- Das Päckchen hat Beulen: Das Papier war zu groß. Lieber knapp zuschneiden – zwei Zentimeter Überlappung reichen.
- Das Band rutscht: Die Schnur sitzt auf glattem Papier. Vor dem Knoten einen kleinen Streifen doppelseitiges Klebeband unter das Band kleben.
- Die Stoffmalfarbe ist nach dem Waschen blass: Das Fixieren mit dem Bügeleisen fehlte oder war zu kurz. Nachbügeln hilft nur, solange der Beutel noch nicht gewaschen wurde – deshalb vor der ersten Wäsche prüfen.
- Das Kind will beim Verpacken nicht mehr: Verpacken ist in Erwachsenengeschwindigkeit langweilig. Ein Päckchen pro Tag reicht, und das eigene Geschenk für die Oma zuerst.
Was noch dazu passt
Für den Inhalt der Päckchen stehen sieben Ideen im Weihnachtsgeschenke basteln mit Kindern – dieser Artikel hier kümmert sich nur um das Drumherum. Eine Karte zum Päckchen gibt es im Weihnachtsbasteln mit Kindern, Sterne als Stempelvorlage und Anhänger in Sterne basteln mit Kindern. Kleine Päckchen für die 24 Türchen braucht der Adventskalender, und für den Geschenketisch passt der Adventskranz. Für den Tisch, auf dem die Päckchen am Festtag landen, gibt es sechs Deko-Ideen in Weihnachtsdeko basteln mit Kindern. Zum Verzieren der Päckchen eignen sich kleine ausgemalte Motive aus den Weihnachten Ausmalbildern.
Lernziele:
Verpacken ist das Weihnachtsbasteln mit dem klarsten Zweck: Alles, was hier entsteht, wird in wenigen Tagen benutzt und von jemandem geöffnet. Dieser Zweck ist der eigentliche Lerninhalt – er macht aus Basteln eine Aufgabe mit Adressat.
- Vom Nehmen zum Geben: Weihnachten ist für Kinder zuerst das Fest der eigenen Geschenke. Beim Verpacken für andere kippt die Perspektive – wer stundenlang ein Päckchen für den Opa vorbereitet, wartet am Fest gespannt auf dessen Gesicht und nicht nur auf das eigene Paket.
- Stempeln als Technik mit Regeln: Dünn Farbe, aufsetzen statt drücken, zwei Probedrucke. Dreijährige erleben hier, dass ein gutes Ergebnis von einem Ablauf abhängt und nicht von Glück – mit sofortiger Rückmeldung auf jedem Druck.
- Muster planen: Reihen, Abstände, versetzte Anordnung. Ein Bogen Papier ist eine große Fläche, die eine Entscheidung verlangt, bevor der erste Stempel sitzt. Kinder planen dabei zum ersten Mal eine Fläche, nicht ein Einzelbild.
- Messen mit Zweck: Umfang plus zwei Zentimeter, halbe Höhe plus ein Zentimeter. Beim Papierzuschnitt ist Messen nicht Schulstoff, sondern der Unterschied zwischen einem glatten Päckchen und einem Knäuel – angewandte Geometrie mit sichtbarer Konsequenz.
- Dreidimensional falten: Ein flaches Blatt um einen Körper zu legen, sodass an den Seiten saubere Dreiecke entstehen, ist räumliches Denken in Reinform. Es ist der Schritt, der bei Fünfjährigen zuerst scheitert und bei Siebenjährigen plötzlich sitzt.
- Knoten und Schleifen: Juteschnur verzeiht mehr als Geschenkband. Verpacken ist eine gute Gelegenheit, Knoten zu üben, weil das Ergebnis nicht perfekt sein muss und zwanzigmal vorkommt.
- Trockenzeiten einplanen: 24 Stunden für die Stoffmalfarbe, zwei Stunden für das Papier. Wer am 23. Dezember anfängt, kommt zu spät – diese Rechnung stellen Kinder hier selbst auf und erleben sie am Kalender.
- Material und Müll: Welches Papier kann in die Altpapiertonne, welches nicht? Warum ist ein Stoffbeutel nach zwei Jahren günstiger als Papier? Am Berg Verpackungsmüll nach dem Fest wird aus einer abstrakten Frage eine sichtbare.
- Altes wiederverwenden: Aus der Weihnachtskarte vom Vorjahr wird der Anhänger für dieses Jahr. Kinder suchen die Ausschnitte mit großer Sorgfalt aus – ein Umgang mit Material, der sich nicht erklären lässt, sondern nur machen.
- Serienarbeit und Vorrat: Zehn Anhänger auf einmal, Papier für fünf Geschenke. Vorzuarbeiten, statt jedes Mal neu anzufangen, ist eine Form von Planung, die Kinder beim Verpacken als Erleichterung erleben und nicht als Pflicht.
Für Kita und Grundschule: Kartoffeldruck ist das Projekt für eine Gruppe – vier vorbereitete Stempel, vier Farbteller, jedes Kind druckt einen eigenen Bogen für das Elterngeschenk. Die Stoffbeutel brauchen einen zweiten Termin wegen Trocknen und Bügeln; das Bügeln übernimmt grundsätzlich eine erwachsene Person.
