Weihnachtsdeko basteln mit Kindern: Tischschmuck, Windlichter und Türkranz

Benötigte Materialien:

Weihnachtsdeko ist das Basteln mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung: Sechs kleine Arbeiten machen einen ganzen Tisch, und das Material liegt zum größten Teil schon im Haus. Die genaue Liste steht jeweils bei der Idee – hier die Grundausstattung.

Das steht meist schon da:

  • Tonpapier oder Fotokarton in Rot, Grün, Weiß und Gold, je 5 bis 10 Blatt
  • Leere Marmeladen- oder Joghurtgläser, 4 bis 6 Stück, abgespült und ohne Etikett
  • Leere Klopapierrollen, 4 bis 8 Stück
  • Kindersichere Schere mit abgerundeter Spitze, Bleistift, Lineal, Radiergummi
  • Klebestift, flüssiger Bastelkleber, Nähgarn oder Juteschnur
  • Fingerfarbe oder Acrylfarbe, Pinsel, Zeitung als Unterlage
  • Zapfen, Eicheln und kleine Zweige vom Spaziergang

Das muss dazugekauft werden – je nachdem, welche Ideen ihr wählt:

  • LED-Teelichter mit verschraubtem Batteriefach, 4er-Set etwa 3 bis 5 Euro. Für die Windlichter die einzige richtige Wahl – warum, steht im Sicherheitsabschnitt.
  • Transparentpapier (auch Drachenpapier), Block mit 25 Blatt in Farben, etwa 5 bis 7 Euro
  • Serviettenkleber oder Tapetenkleister, kleine Packung etwa 3 Euro. Kleister reicht für zehn Windlichter und kostet weniger als Serviettenkleber.
  • Juteschnur oder Bäckergarn, Rolle etwa 2 bis 3 Euro
  • Weihnachtsservietten mit Sternen oder Tannen, Packung etwa 2 bis 3 Euro – nur für die Serviettentechnik nötig
  • Optional: Washi-Tape mit Weihnachtsmuster etwa 2 Euro, Holzperlen etwa 3 Euro, Goldstift etwa 2 Euro

Ehrliche Einordnung: Tischkarten und Serviettenringe kosten so gut wie nichts – ein Blatt Papier und eine Klopapierrolle. Die Windlichter sind mit etwa 1 Euro pro Glas der größte Effekt für den kleinsten Betrag, wenn die Gläser schon da sind. Wer alle sechs Ideen umsetzt, landet bei etwa 15 bis 20 Euro, und davon bleiben Transparentpapier, Kleister und LED-Lichter für die nächsten Jahre übrig.

Was nicht nötig ist: Heißklebepistole, Sprühschnee, Glitzerspray und Plastikdeko aus dem Dekoregal. Alle sechs Arbeiten funktionieren ohne – und selbst gemachte Deko wirkt auf dem Tisch ohnehin stärker als gekaufte.

Anleitung:
Bastelergebnis - Weihnachtsdeko basteln mit Kindern: Tischschmuck, Windlichter und Türkranz

An Weihnachten wird in vielen Familien groß gekocht, aufgeräumt und eingepackt – und Kinder sitzen daneben und warten. Deko basteln ist die Aufgabe, die genau in diese Wartezeit passt: Jede der sechs Ideen unten ist in 15 bis 40 Minuten fertig, braucht keine Werkstatt und ergibt etwas, das am Festtag auf dem Tisch steht und von allen gesehen wird. Sortiert von sehr einfach nach anspruchsvoll, mit Altersangabe, Zeitbedarf und Trockenzeiten.

Welche Idee passt zu welchem Alter?

  • Ab 3 Jahren: Tischkarten mit Fingerabdruck, Serviettenringe, Sterngirlande. Stempeln, Kleben und Aufreihen – nichts davon braucht gerade Schnitte.
  • Ab 4 Jahren: Windlichter und Türkranz. Beide gelingen allein, wenn ein Erwachsener den Kleister anmischt und den Ring zuschneidet.
  • Ab 5 Jahren: geflochtenes Platzdeckchen. Sechzehn Streifen abwechselnd über und unter zu führen, verlangt Konzentration über zwanzig Minuten.

Alle sechs Ideen funktionieren auch in der Kita- oder Hortgruppe. Nur bei den Gläsern gilt: so viele Gläser wie Kinder, dann wartet niemand – und Glas gehört auf den Tisch, nicht auf den Boden.

1. Tischkarten mit Fingerabdruck-Motiv (ab 3 Jahren, 15 Minuten plus Trockenzeit)

Material: Fotokarton, Schere, Stempelkissen oder Fingerfarbe, schwarzer Fineliner, Bleistift. Dauer: 15 Minuten plus 30 Minuten Trocknen. Hilfe nötig: beim Schreiben der Namen.

  1. Aus Fotokarton Rechtecke von etwa 10 x 6 Zentimetern schneiden und in der Mitte quer falten – dann steht die Karte von allein. Ein Erwachsener schneidet vor, das Falten können schon Dreijährige.
  2. Mit dem Daumen in die Farbe tippen und einen Abdruck auf die Vorderseite setzen. Ein Abdruck wird zum Rentier, zwei übereinander zum Schneemann, drei im Dreieck zum Tannenbaum.
  3. 30 Minuten trocknen lassen. Fingerfarbe braucht länger als sie aussieht, und ein verschmierter Abdruck lässt sich nicht retten.
  4. Mit dem Fineliner Augen, Nase und Geweih dazumalen – oder beim Schneemann einen Schal und zwei Arme. Jüngere Kinder sagen, was dazu soll, Erwachsene zeichnen.
  5. Den Namen des Gastes dazuschreiben. Kinder, die schon schreiben können, übernehmen das selbst – mit Bleistift vorschreiben und nachziehen gibt ein sauberes Ergebnis.
  6. Für alle Plätze wiederholen. Eine Karte dauert nach der ersten nur noch zwei Minuten.

Warum das die beste erste Aufgabe ist: Eine Tischkarte ist fertig, bevor die Geduld aufhört. Und sie hat einen Namen drauf – Kinder verstehen sofort, dass hier etwas für eine bestimmte Person entsteht. Das verändert, wie sorgfältig sie arbeiten.

Variante für Gäste, die bleiben: Statt Rechtecken kleine Anhänger ausschneiden, Loch stanzen und am Glasstiel festbinden. Dann ist die Tischkarte gleichzeitig eine Platzmarkierung für das Getränk – auf vollen Tischen praktisch.

2. Serviettenringe aus Klopapierrollen (ab 3 Jahren, 20 Minuten plus Trockenzeit)

Material: 2 Klopapierrollen, Schere, Acryl- oder Fingerfarbe, Pinsel, Juteschnur oder Washi-Tape, Reste Tonpapier. Dauer: 20 Minuten plus 2 Stunden Trocknen. Hilfe nötig: beim Durchschneiden der Rolle.

  1. Ein Erwachsener schneidet jede Klopapierrolle in drei Ringe von etwa drei Zentimetern Breite. Aus zwei Rollen werden sechs Ringe – genug für eine Familie samt Großeltern.
  2. Die Ringe außen bemalen. Rot, Dunkelgrün oder Weiß deckt am besten; eine zweite Schicht nach dem Antrocknen macht die Pappe unsichtbar.
  3. Zwei Stunden trocknen lassen, auf Zeitungspapier stehend, nicht liegend – liegend klebt die nassen Seite fest.
  4. Jeden Ring verzieren: Juteschnur zweimal herumwickeln und verknoten, oder Washi-Tape als Streifen, oder einen kleinen Stern aus Tonpapier aufkleben.
  5. Serviette längs falten, locker rollen und durch den Ring schieben. Passt sie nicht durch, war die Serviette zu dick gefaltet – nicht der Ring zu klein.

Für Kita und Gruppen: Die Ringe am Vortag schneiden und grundieren lassen. Am Basteltag bleibt nur das Verzieren, und das dauert mit zwölf Kindern 20 Minuten. Pro Kind zwei Ringe – einen für die Gruppe, einen für zu Hause.

Haltbarkeit: Pappringe halten mehrere Jahre, wenn sie trocken liegen. In eine Schuhschachtel mit Jahreszahl legen; im nächsten Dezember ist das die Kiste, die zuerst geöffnet wird.

3. Windlichter aus Gläsern mit Transparentpapier (ab 4 Jahren, 25 Minuten plus Trockenzeit)

Material: 1 leeres Glas, Transparentpapier oder Weihnachtsservietten, Kleister oder Serviettenkleber, Borstenpinsel, Schere, Juteschnur, 1 LED-Teelicht. Dauer: 25 Minuten plus 2 Stunden Trocknen. Hilfe nötig: beim Anmischen des Kleisters.

  1. Das Glas abspülen, Etikett abziehen und gut trocknen. Kleister hält auf Klebstoffresten nicht – notfalls mit etwas Speiseöl und einem Tuch die Reste abreiben und danach noch einmal spülen.
  2. Transparentpapier in daumengroße Stücke reißen. Drei bis vier Farben mischen; Rot und Orange geben abends das wärmste Licht, Blau und Weiß wirken eher wie Eis.
  3. Kleister nach Packungsanweisung anmischen – ein Erwachsener macht das, weil das Pulver nicht eingeatmet werden soll. Serviettenkleber kommt fertig aus der Flasche und spart diesen Schritt.
  4. Das Glas außen mit Kleister bestreichen, ein Papierstück auflegen, von der Mitte nach außen glatt pinseln. So weiter, bis das Glas rundum bedeckt ist. Überlappen ist gut – dort entstehen abends die dunkleren Muster.
  5. Zum Schluss eine dünne Schicht Kleister über das ganze Glas pinseln. Das versiegelt die Ränder, damit sich nichts abrollt.
  6. Zwei Stunden trocknen lassen, kopfüber auf einem Gitter oder auf dem Rand stehend. Das Papier ist nass dunkel und wird beim Trocknen wieder hell – vorher nicht beurteilen.
  7. Juteschnur zweimal um den Glasrand wickeln und verknoten. Ein LED-Teelicht hineinstellen. Fertig.

Warum hier kein echtes Teelicht hineingehört: Das Glas ist außen mit Papier und Kleister beschichtet. Eine Flamme im Glas erhitzt die Wand, und Papier plus Kleister sind brennbar. Außerdem können dünne Gläser bei einseitiger Hitze springen. LED-Teelichter geben für diese Windlichter das bessere Licht, weil sie nicht flackern und das Muster dadurch ruhiger wirkt.

Variante mit Servietten: Die Serviette in drei Lagen trennen und nur die bedruckte oberste Lage verwenden. Sie reißt leicht – deshalb nicht pinseln, sondern mit dem Pinsel auftupfen. Das ist die Variante für Kinder ab sechs Jahren, die schon vorsichtig arbeiten können.

4. Das geflochtene Platzdeckchen (ab 5 Jahren, 30 Minuten)

Material: 2 Blätter Fotokarton A3 oder 4 Blätter A4 in zwei Farben, Lineal, Bleistift, Schere, Klebestift. Dauer: 30 Minuten. Hilfe nötig: beim Vorzeichnen der Streifen.

  1. Das erste Blatt längs in der Mitte falten und von der Falz aus Linien im Abstand von zwei Zentimetern einzeichnen – bis etwa zwei Zentimeter vor den offenen Rand. Dieser Rand hält das Deckchen später zusammen.
  2. Entlang der Linien einschneiden, aufklappen: Es liegt ein Blatt mit senkrechten Schlitzen vor dem Kind.
  3. Aus dem zweiten Blatt in der anderen Farbe Streifen von zwei Zentimetern Breite schneiden. Acht bis zehn Streifen reichen für ein Deckchen.
  4. Den ersten Streifen abwechselnd über und unter die Schlitze führen. Den zweiten Streifen genau umgekehrt beginnen – wo der erste oben lag, liegt der zweite unten. Nur so entsteht das Schachbrettmuster.
  5. Alle Streifen einflechten und am Rand mit dem Klebestift fixieren. Überstehende Enden abschneiden.
  6. Wer möchte, klebt einen Papierstern in die Mitte oder schreibt mit Goldstift den Namen auf den Rand.

Was daran schwer ist: Nicht das Flechten selbst, sondern das Umkehren bei jedem neuen Streifen. Kinder verlieren dabei zuverlässig einmal den Rhythmus. Der Trick: nach jedem Streifen von oben draufschauen – wenn das Muster wie ein Schachbrett aussieht, war es richtig. Sonst den letzten Streifen wieder herausziehen.

Praxishinweis: Papier-Deckchen überleben keinen umgefallenen Saft. Für den Festtagstisch mit Kleinkindern ist eine Klarsichthülle in A3 die Lösung: Deckchen hineinschieben, einmal abwischbar, hält mehrere Jahre.

5. Der Türkranz ohne Kerzen (ab 4 Jahren, 40 Minuten)

Material: Karton für den Ring, grünes Tonpapier, Schere, Kleber, Zapfen, Juteschnur, breites Geschenkband für die Schleife. Dauer: 40 Minuten. Hilfe nötig: beim Ausschneiden des Rings und bei der Schleife.

  1. Aus Karton einen Ring schneiden: Außendurchmesser etwa 28 Zentimeter, Innendurchmesser etwa 18. Als Schablone dienen ein Topfdeckel und ein Frühstücksteller. Das schneidet ein Erwachsener – Karton ist für Kinderscheren zu dick.
  2. Aus grünem Tonpapier Blätter schneiden: Ovale von etwa 8 Zentimetern Länge, an einem Ende spitz. Zwanzig bis dreißig Stück. Fünfjährige schneiden sie selbst, bei jüngeren Kindern schneidet ein Erwachsener vor und das Kind klebt.
  3. Die Blätter rundherum aufkleben, alle in dieselbe Drehrichtung, die Spitzen nach außen. Zwei Lagen versetzt übereinander sehen deutlich voller aus als eine.
  4. Jedes Blatt in der Mitte längs leicht knicken, dann steht es vom Ring ab und der Kranz wirkt dreidimensional. Dieser Schritt macht den Unterschied zwischen Bastelarbeit und Deko.
  5. Zapfen, Holzperlen oder kleine Papiersterne in Gruppen von drei aufkleben – nicht gleichmäßig verteilt, sondern an zwei oder drei Stellen gehäuft. Das sieht ruhiger aus.
  6. Eine große Schleife aus Geschenkband binden und unten oder oben am Kranz befestigen. Schleifenbinden ist eine eigene Übung; bei den meisten Kindern unter sieben Jahren macht das ein Erwachsener.
  7. Eine Schlaufe aus Juteschnur hinten festkleben und zusätzlich mit Klebeband sichern. Papierkränze sind leicht, aber die Klebestelle trägt die ganze Last.

Der Unterschied zum Adventskranz: Dieser Kranz hängt und hat keine Kerzen. Das macht ihn für Haushalte mit kleinen Kindern zur entspannten Variante: Er darf vier Wochen hängen, ohne dass jemand aufpassen muss. Innen an der Wohnungstür hält er den ganzen Winter; draußen auf der Außenseite macht Regen das Papier in zwei Tagen wellig.

6. Die Sterngirlande für Fenster und Tisch (ab 3 Jahren, 25 Minuten)

Material: Tonpapier oder Transparentpapier, Schere, Nähgarn oder Bäckergarn, Klebestift, optional Locher. Dauer: 25 Minuten. Hilfe nötig: beim Auffädeln.

  1. Sterne ausschneiden: Papier mehrfach falten und eine Zickzacklinie schneiden – aufgefaltet entsteht ein Stern. Wer gleiche Sterne möchte, schneidet einen aus und nutzt ihn als Schablone.
  2. Pro Meter Girlande etwa sechs bis acht Sterne einplanen. Zwei Meter sind für ein normales Fenster genug.
  3. Jeden Stern doppelt ausschneiden. Das Garn zwischen die beiden Lagen legen und zusammenkleben – so hängen die Sterne nicht schief und sehen von beiden Seiten gleich aus. Diese Methode ist deutlich haltbarer als ein Loch im Papier.
  4. Abstände von etwa 15 Zentimetern lassen und sich beim Kleben am Lineal entlangarbeiten. Ungleichmäßige Abstände fallen an einer hängenden Girlande sofort auf.
  5. 20 Minuten liegend trocknen lassen, dann an zwei Haken oder mit Klebestreifen am Fensterrahmen aufhängen. Über den Tisch gespannt wird dieselbe Girlande zum Tischschmuck.

Für die ganz Kleinen: Dreijährige schneiden keine Sterne, aber sie kleben zuverlässig. Vorgeschnittene Sterne hinlegen, das Kind legt das Garn und drückt die Lagen zusammen. Das ist ein echter Arbeitsschritt, kein Alibi.

Der Festtagstisch: ein Plan in 60 Minuten

  • Zwei Wochen vorher: Serviettenringe bemalen und Windlichter bekleistern. Beides braucht Trockenzeit und kann fertig in der Schachtel warten.
  • Eine Woche vorher: Platzdeckchen flechten und Türkranz bauen. Die längeren Arbeiten gehören auf ein Wochenende, nicht auf den 23. Dezember.
  • Am Tag davor: Sterngirlande aufhängen.
  • Am Festtag, 20 Minuten vor den Gästen: Tischkarten schreiben – die Namen stehen erst jetzt endgültig fest – und den Tisch gemeinsam eindecken.
  • Reihenfolge beim Eindecken: Deckchen, Teller, Serviette im Ring, Tischkarte an den Teller, Windlichter in die Mitte. Kinder decken diesen Tisch gern selbst ein, weil sie jedes Teil kennen.

Sicherheit und Haltbarkeit

  • Keine echten Teelichter in bekleisterte Gläser: Papier und Kleister außen am Glas sind brennbar, und dünnes Glas kann bei einseitiger Hitze springen. LED-Teelichter mit verschraubtem Batteriefach sind hier die richtige Wahl – die Knopfzellen darin sind beim Verschlucken gefährlich und dürfen nicht in Kinderhände gelangen.
  • Gläser: Vor dem Basteln auf Risse und abgeplatzte Ränder prüfen und beschädigte Gläser aussortieren. Auf dem Tisch stehen sie in der Mitte, nicht am Rand.
  • Kleister: Das Pulver mischen Erwachsene an, damit es nicht eingeatmet wird. Fertiger Kleister ist für Kinderhaut unbedenklich, gehört aber nicht in den Mund.
  • Kleinteile: Holzperlen, Zapfenstücke und Sterne-Sticker gehören nicht in Reichweite von Kindern unter drei Jahren.
  • Deko und Flamme: Papiergirlanden, Papierkränze und Servietten haben in der Nähe echter Kerzen nichts zu suchen – ein Meter Abstand nach oben ist eine gute Faustregel. Wie der Adventskranz mit echten Kerzen sicher aufgebaut wird, steht im verlinkten Artikel weiter unten.
  • Aufbewahren: Alles außer dem Platzdeckchen hält mehrere Jahre. Eine flache Schachtel mit Jahreszahl beschriften; Papierkränze liegend lagern, nicht gestapelt.

Wenn etwas schiefgeht

  • Das Transparentpapier rollt sich vom Glas: Die Deckschicht Kleister fehlt oder war zu dünn. Noch einmal dünn über die Ränder pinseln und trocknen lassen.
  • Das Windlicht sieht trüb aus: zu dicke Kleisterschicht zwischen Glas und Papier. Beim nächsten Glas den Pinsel am Topfrand abstreifen, bevor das Papier aufgelegt wird.
  • Das Flechtmuster stimmt nicht: Ein Streifen wurde gleich wie der vorige begonnen. Nur diesen Streifen herausziehen und umgekehrt neu einflechten – das ganze Deckchen muss nicht neu.
  • Der Serviettenring ist zu eng: Nicht am Ring schneiden, sondern die Serviette anders falten: längs zum Streifen falten und locker rollen statt eng wickeln.
  • Der Türkranz hängt schief: Die Schlaufe sitzt nicht genau gegenüber der Schleife. Schlaufe ablösen, Kranz an einem Finger baumeln lassen und die Stelle markieren, an der er gerade hängt.
  • Die Girlande dreht sich zur Wand: Normal bei einlagigen Sternen. Die doppelt geklebte Variante aus Schritt 3 dreht sich nicht – ein Grund, sie von Anfang an so zu bauen.

Was noch dazu passt

Ein gedeckter Tisch braucht noch eine Mitte: Vier Adventskränze, drei davon ohne offene Flamme, stehen im Adventskranz basteln mit Kindern. Papiersterne für Girlande und Fenster gibt es in fünf Schwierigkeitsstufen in Sterne basteln mit Kindern, und die Fensterscheibe über dem Tisch füllen die Fensterbilder für Weihnachten. Karten und Baumschmuck stehen im Weihnachtsbasteln mit Kindern, sieben Geschenke für Oma und Opa im Weihnachtsgeschenke basteln mit Kindern. Wie die Geschenke unter dem Baum eingepackt und beschriftet werden, steht in Geschenke verpacken mit Kindern. Als ruhige Beschäftigung am Tisch passen die Weihnachten Ausmalbilder und die Winter Ausmalbilder.

Lernziele:

Deko basteln hat einen Lerninhalt, den andere Bastelarbeiten nicht haben: Das Ergebnis kommt in einen echten Zusammenhang. Eine Tischkarte wird am Festtag benutzt, ein Windlicht steht in der Mitte, wenn Gäste kommen. Kinder arbeiten anders, wenn jemand ihr Werk benutzt.

  1. Für andere gestalten: Auf der Tischkarte steht ein Name. Zum ersten Mal entsteht etwas nicht für sich selbst, sondern für eine bestimmte Person – und Kinder überlegen dann tatsächlich, welche Farbe die Oma mag.
  2. Serien herstellen: Sechs Serviettenringe, sechs Tischkarten. Dieselbe Arbeit mehrfach gleich auszuführen, ist eine eigene Fähigkeit und eine erste Erfahrung mit Ausdauer. Der sechste Ring ist sichtbar besser als der erste.
  3. Flechten als Denkaufgabe: Über, unter, über, unter – und beim nächsten Streifen genau umgekehrt. Das geflochtene Deckchen ist angewandtes Musterdenken, mit sofortiger Rückmeldung: Das Schachbrett stimmt oder es stimmt nicht.
  4. Licht und Material beobachten: Warum leuchtet Transparentpapier und Tonpapier nicht? Warum wirkt rotes Licht wärmer als blaues? Zwei Fragen, die am fertigen Windlicht entstehen und nicht vorher erklärt werden müssen.
  5. Nasses Papier aushalten: Transparentpapier ist nass dunkel und wird erst beim Trocknen hell. Zu warten, bevor man ein Ergebnis beurteilt, ist für Kinder schwer – und hier mit zwei Stunden gut dosiert geübt.
  6. Dreidimensional denken: Ein geknicktes Papierblatt steht vom Kranz ab, ein flaches liegt an. Dass ein Knick aus einer Fläche einen Körper macht, erfahren Kinder beim Türkranz unmittelbar.
  7. Abstände schätzen und messen: 15 Zentimeter zwischen den Sternen, zwei Zentimeter breite Flechtstreifen, drei Zentimeter breite Ringe. Das Lineal ist hier kein Schulwerkzeug, sondern notwendig, damit das Ergebnis gut aussieht.
  8. Einen Ablauf planen: Was muss zwei Wochen vorher fertig sein, was erst am Festtag? Dass Trockenzeiten den Plan bestimmen und nicht die Lust, ist eine Erfahrung, die über das Basteln hinausreicht.
  9. Risiken benennen können: Warum darf in dieses Glas kein echtes Teelicht? Kinder, die diese Begründung selbst wiedergeben können, halten die Regel ein, auch wenn niemand im Raum ist.
  10. Gemeinsam einen Tisch herrichten: Deckchen, Teller, Serviette, Karte, Licht – in dieser Reihenfolge. Einen Tisch nach Plan einzudecken, ist angewandte Ordnung und für viele Kinder der liebste Teil des ganzen Projekts.

Für Kita und Grundschule: Tischkarten, Serviettenringe und Girlande lassen sich in einer Vormittagsrunde mit einer Gruppe umsetzen und ergeben zusammen eine gedeckte Festtafel für die Weihnachtsfeier. Die Windlichter brauchen eine zweite Runde wegen der Trockenzeit – oder einen Vormittag mit zwei Stationen.

Basteln - Weihnachtsdeko basteln mit Kindern: Tischschmuck, Windlichter und Türkranz
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